
Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,
Hiermit laden wir Sie zur zweiten Sitzung des Beirates von medi-owl ein.
Vereinbarungsgemäß treffen wir uns am
Mittwoch, 27.02.2008 um 19:00 Uhr
wieder im Kurt-Wolff-Institut, Stadtheider Str. 52, 33609 Bielefeld
Anfahrt Kurt Wolff-Institut
Thema: Wie können wir unser Angebot (Vertrag) so formulieren, dass einerseits – wie formuliert - Patienteninteressen im Vordergrund stehen, andererseits aber auch das Interesse der Kassen an Rationalisierung und Verschlankung der Versorgung seinen Niederschlag im Vertrag findet? Wir wollen ja messbare Rationalisierungseffekte auf den Gebieten Arbeitsunfähigkeit, Pharmakotherapie und Krankenhauseinweisungen erzielen.
Zunächst eine Quadratur des Kreises. Wir können aber Lösungen anbieten, indem wir - jenseits des Facharzt–Psychotherapeuten–Hausarztkonfliktes - sachlich richtige, das heißt für den Patienten angemessene Versorgungsregeln vorschlagen.
Das Problem: Kranke Patienten, die vom Hausarzt einer schnellen fachärztlichen oder psychotherapeutischen Versorgung zugeführt werden sollen, bekommen dort keinen raschen Termin, weil die Praxen anderweitig bereits voll sind. Die Folge: unnötige Krankenhauseinwei-sungen und lange AU-Zeiten. Also müssen wir Regeln entwickeln, die einen gewissen Vorrang für Menschen vorsehen, die sich zunächst der hausärztlichen Versorgungsebene anvertraut haben.
Hierfür müssen wir Lösungen finden. Wir haben sie zum einen in den Modulen selbst festgelegt, die bei bestimmten Krankheitsbildern sowieso Prioritäten und eigene Überweisungsre-geln definieren. Ein Herzkranker, ein Depressiver, ein Patient mit Borderline-Persönlichkeitsstörung z. B. wird unmittelbar, so schnell es geht in das System eingeschleust. Die zweite Regel ist in der „Koordinationsfunktion“ des Hausarztes zu finden: Seine Patienten müssen möglichst übergangslos in die fachärztlich-psychotherapeutischen Versorgungsstrukturen hineinfinden.
Wir hatten im Vertrag die Steuerungs- und Koordinationsfunktion des Hausarztes betont. Am Begriff „Steuerung“ werden Emotionen von Oben/Unten, Chef/Untertan, etc. wach. Machtfragen also. Nicht sachdienliche Emotionen also. Es sollte uns gelingen, diesen Empfindungen mit sachdienlichen Formulierungen den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Deshalb wird der erste TOP der Beiratssitzung diesem Thema gewidmet sein:
Koordinationsfunktion des Hausarztes: welche Bedeutung hat sie für unsere Betreibergesellschaft?
Erst wenn wir diese Frage einvernehmlich beantwortet haben, können wir an die Detailfragen gehen. Wir würden dann gern dem Vorschlag von Dr. Bernd Lehne folgen und zu den Themenbreichen interdisziplinäre Arbeitsgruppen bilden.
Unsere erste Beiratssitzung wurde von ca. 40 KollegInnEn besucht. Zum Diskutieren ist ein solcher Kreis eigentlich zu groß. Wir würden uns daher freuen, wenn Sie aus jeder großen Fachgruppe (Psychol. PT und Hausärzte) jeweils 4 KollegInnEn und aus den kleinen (ärztliche PT, Kinder, Haut, HNO, etc.) je maximal 2 Medi-Vertreter benennen, die Ihre Belange im Beirat vertreten.
Ihr
medi-Vorstand
i.A. Dr. Michael Müller
Die am 06.02. vorgeschlagene Fragenmatrix wurde in unser >>>Online-Diskussionsforum<<< übernommen. Bitte nutzen Sie diese Struktur und Option, um die Diskussion zwischen den Terminen fortzusetzen.
Präsentation: medi-owl auf dem Weg in die IGV (ca. 7 MB)
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