Heute verkündet die Frankfurter Allgemeine Zeitung auf der ersten Seite ihres Wirtschaftsteils: „Das Monopol der Ärzte soll geknackt werden: Die AOK schreibt erstmals die hausärztliche Versorgung für Millionen Versicherte aus.“
Tatsache ist: Im Südwesten der Republik schicken sich AOK, Hausärzteverband und Medi-Württemberg erstmals an, mit der AOK Hausärztliche Versorgung zu organisieren, und zwar außerhalb der KV. Das mag fürchten, wer will oder begrüßen, wer mag. Eines jedoch steht fest: Nur Praxisnetze, in denen Fach – und Hausärzte gemeinsam vertreten sind, können die Integration der Berufsverbände (und damit die Integration der fachlichen medizinischen Schwerpunkte) erreichen und so das Auseinanderbrechen von haus- und fachärztlicher Versorgung.
- nur in den Netzen sind Haus- und Fachärzte gemeinsam organisiert.
- nur wir haben in der Vergangenheit Regeln des Miteinander eingeübt und können deshalb die Gegensätze der Fachgruppen moderieren.
- nur wir können der Finanzmacht großer Anbieter aus dem Bereich der Klinikketten ein fachlich ebenbürtiges, wenn nicht besseres Angebot entgegensetzen.
Wir müssen uns also an der Ausschreibung zur hausärztlichen Versorgung beteiligen! Das können wir ernsthaft nur, wenn die Netze in Westfalen–Lippe einheitlich im LPWL organisiert sind. Nur so sind wir stark genug, um als Partner der AOK und anderer Kassenverbünde auf Landesebene anerkannt zu werden.
Wir bitten Sie dringend:
- Berufen Sie umgehend Versammlungen Ihrer Netze ein und informieren sie über die kommenden Anforderungen, wir unterstützen Sie dabei!
- Kommen Sie zu uns, zum Landesverband der Praxisnetze! Wir vertreten Sie! Bei uns haben Sie eine Stimme!
Der Landesverband der Praxisnetze wünscht Ihnen und Ihren Kolleginnen und Kollegen ein schönes Weihnachtsfest und ein gutes Neues Jahr. Wir freuen uns auf die neuen Herausforderungen und werden uns ihnen stellen.
Ihr Vorstand des Landesverbandes der Praxisnetze Westfalen Lippe
Dr. Michael Müller
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